Immer kommt es anders...
... als wie man denkt. So geht auch das Geld immerzu andere Wege, als gedanklich geplant. Anstatt der Anschaffung eines rasanten, feldwegtauglichen Tretrollers wird sich gerade Gesundheit teuer erkauft. Ein- bis zweimal in der Woche beim Tierarzt vorstellig zu werden, schlägt schwer zu Buche. Vor allem, wenn man dort immerzu mit zwei Hunden auftaucht, die sich solidarisch alles teilen, was Hund so befallen kann.
Erst waren es die Räudemilben. Die sind nun anscheinend gegangen, aber natürlich wird dennoch im 2-Wochen-Abstand behandelt, zumal dieses Spot-On-Präparat auch gegen Ohrmilben wirksam ist - und die haben beide. Die Hündin hat sich davon inzwischen gut erholt, der Rüde jedoch ist rechtsohrig noch so verkrustet, dass ein Blick aufs Trommelfell nicht möglich ist. Was unter dem schwarzen Dreck los ist, wird nur ein unter Sedierung durchführbarer Tiefenblick zeigen. Die Sedierung jedoch soll auch gleich ein Röntgenbild der Hüftgelenke möglich machen und ist für die nächsten Wochen angedacht. Bis dahin wird weiter abwechselnd gereinigt und geheilt. Dass die Ohren beim Rüden wahrscheinlich eine Lebensaufgabe sein werden, war uns schon klar, bevor die Frau Doktor dieses aussprach.
Während dem Rüden das Ohr das Lieblingsproblem ist, bevorzugt die Hündin das Auge. Nach drei intensiven Behandlungen mit antibakteriellen Tropfen und Salben ist die Rötung zwar weniger, aber nicht gänzlich verschwunden. Für nächsten Montag ist deshalb ein Termin beim Spezialisten für Augenerkrankungen abgemacht. So kann das ja nicht bleiben, auf keinen Fall. Also machen wir den Geldbeutel ein wenig weiter auf und hoffen, dass für die Kohle dann auch mal ein erfreuliches Ergebnis kommt.
Zwischendurch hangeln wir uns durch die Läufigkeit der Hündin, welche sich durch Übernervosität hervortut. Wo es uns an den Nerven sägt, fährt es dem (kastrierten) Rüden in die Leisten. Der jedoch weiß nicht so recht, wie ihm geschieht und äussert dieses durch stetiges Winseln und Jammern, untermalt durch heftiges Kratzen an der Haustür, selbst nicht wissend, wieso eigentlich.
Ich ergebe mich der Begehung der Feldwege auf Schuhsohlen und hoffe sehr auf das Ende der Fahnenstange. Nicht nur des Geldes wegen, sondern vor allem auch für die Hunde, denen das Geschmiere und Getropfe nunmehr genauso auf die Nerven geht wie mir selbst.
Ach, wäre es doch nur endlich Frühling. Mit Licht und Sonne sieht doch alles gleich viel schöner aus...
02. Februar 11
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