Kuuuuuuurzurlaub
... in den Alpen. Viel Regen, wenig Temperatur, aber ein einzelner schöner Sonnentag war dann doch dabei.
Geht es dem Hund gut, freut sich der Mensch:
Hundeschule und Agility sind zur Zeit wegen Wärme abgesagt. Dem Maxe mit dem dichten Pelz ist alles über 16° C zu warm. Er leidet tatsächlich wie ein Hund unter Hitze und Sonnenbestrahlung. Und die Madam hat einige Wochen lang arg gekränkelt. Durchfall und Durchfall und ... Durchfall - und weiterhin, vor allem: die Augen. Es bahnt sich eine
Keratitis an. Wir suchen noch an einer Möglichkeit, eine der Hundebrillen anzuprobieren, finden aber hier in der Provinz nichts und niemanden, der so etwas anbietet. Der Versuch, eine Hundebrille zu bestellen, schlug natürlich wegen schlechtem Sitz fehl. Wahrscheinlich werde ich mir ein ganzes Sortiment schicken lassen müssen und dann schauen, was davon dem Hunde tatsächlich passt. Und nein, wir finden das ganz und gar nicht "cool", sondern hoffen sehr, dass unserem Mädel die Blindheit noch lange erspart bleibt.
Beim
Hundetreffen aller Länder waren wir natürlich auch, was sogar dokumentiert wurde :-). Beeindruckend, wie ruhig es zuging, bei so vielen Hunden! Kaum einer, der aus der Reihe fiel und Zähne zeigte. Wahrscheinlich liegt das daran, dass die meisten der Hunde, die dort waren, aus solchen Asylen kamen, wie unser Maxe. Absolut hundegewohnt und - gezwungenermaßen - sozialisiert.
Ein schöner, spannender Nachmittag war es da in Harste. Wir trafen auch die kleine, wilde Jana wieder, die wir seinerzeit zusammen mit Maxe aus Nürnberg abgeholt hatten. Und wunderbar war es auch, drei der Welpen zu sehen, die auf der Göttinger Tierheimseite vorgestellt gewesen waren.
Es ist beeindruckend, wie viel Arbeit und Mühe sich der Aktiv-Verein macht, um immer wieder ein paar Euro zusammenzukratzen. Das alles geschieht in der Freizeit, neben Arbeit und Familie, und ich bewundere dieses Engagement immer wieder.
In den nächsten Tagen ist sehr früh aufstehen angesagt, denn bei den angesagten Temperaturen mag der Malamut im Morgengrauen seine Runde drehen. Mir selbst ist das offen gestanden ja dann ab 25 Grad auch zu warm... :-)
18. August 11
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1 bis 10
Es gab ja
1. diesen Unfall Ende März, der dazu führte, dass ich linksbeinig beschädigt bin, und dieses leider immer noch, weil sich die Wunde nach einer heftigen Nekrose nicht wirklich gerne schliessen mag. Der Maxe, der damals aus dem Auto gestürzt war, sich den Hinterlauf in der Anhängerkupplung verdrehte und vollkommen panisch um sich biss und mich dabei erwischte, findet meinen selbstklebenden Schaumverband an der Innenwade sehr interessant, jedoch mehr nicht. Der weiss davon nämlich nichts mehr. Inzwischen. In der ersten Woche danach jedoch traute er sich nicht, mir in die Augen zu sehen und rechnete wohl jeden Moment damit, von mir den Kopf abgebissen zu bekommen. Dass das nicht geschah, hat, so blöd das klingt, unser Verhältnis enorm verstärkt. Dass ich auch nach dreieinhalb Monaten nur mit Plastiktüte duschen kann, ist dem Hunde einerlei.
Die Röntgenaufnahmen des Maxens, zum
2. zeigten einige unschöne Dinge: ein sehr schlecht verwachsener Bruch der linken Vorderhand, eine komische Stelle an der linken Schulter und ein rechtwinklig verwachsener Bruch der Rutenspitze, die ohnehin um die 10 - 15 Zentimeter zu kurz ist. Da der Maxen keine Angst vor Autos hat, aber bei Pferden und ähnlichem Getier hysterisch wird, vermuten wir einen Unfall mit einem Huftier, plus/minus einer in einer Tür eingeklemmten Rute. Wie auch immer, den Beissunfall habe ich ihm verziehen, und das nicht nur wegen der Röngtenbilder. Positiv ist die unbeschädigte Hüfte zu vermerken, kein besonders schönes Becken, aber ein gesundes. Na, das ist doch schon mal was, finde ich.
3. zeigt der Malamut inzwischen auf dem Hundeplatz teilweise ein übles Verhalten anderen Hunden gegenüber. Ist Molly in der Nähe, kehrt er den
Stänkerjochen heraus und beknurrt ihm unsympathische Hunde mit gerunzelter Nase und stelzendem Gang. Nehme ich Molly zur Seite, ist er im Nu wieder der verhuschte, zurückhaltende Liebhund. Mir gefällt seine Stänkerei überhaupt nicht und nicht nur mir nicht. Zuletzt habe ich ihn ins Eck gebunden und sich selbst überlassen. Wer stänkert, darf nicht mehr mitmachen. Nach ein paar Minuten war er dann plötzlich wieder gruppenkompatibel und durfte nach ein paar weiteren Minuten wieder zurück ins Geschehen. Übrigens tat er nur couragiert, seine gesamte Körperhaltung indes sagte, er wolle das eigentlich gar nicht, müsse das aber jetzt einfach mal ausprobieren. Tz.
An
4. Stelle steht der Briefträger, der schon Molly nicht über den Weg getraut hat und sich nun auch noch einem den Hof verteidigendem Malamut gegenüber sieht. Ich finde ja, dass die Hunde ruhig anschlagen dürfen, wenn sich jemand fremdes nähert, meine bessere Hälfte findet das nervend. Darüber muss noch näher gesprochen werden.
Leider hat sich
5. der prächtige Gewichtsverlust der Hündin während der Läufigkeit innerhalber weniger Wochen wieder ins Gegenteil verkehrt und sie hat nun eine deutliche Wampe, obwohl wie gewohnt gefüttert wird und der Maxe bei dieser Nahrungsmenge wunderbar abgespeckt hat. Molly ist nun achteinhalb Jahre alt, und wahrscheinlich stellt sich ihr Stoffwechsel langsam um. Schade für die verfressene Seele, aber leider muss das berücksichtigt werden - ihr selbst zuliebe. Ich denke über Futtermengenverstärker nach und lande bei rohen Möhren oder gekochtem Gemüse. Die Hündin findet das leider widerlich. Tja, blöd, das alles, irgendwie.
Nicht unerwähnt bleiben sollte zum
6. die Platzierung der Hunde mitsamt Halter bei einer Spass-Hundeolympiade im Mai. Von 30 verfügbaren Plätzen landete Molly auf Platz 7 und Maxe auf Platz 15. Grandios, finde ich, vor allem für den Maxe, der an diesem Tag vorbildlich gesellig und vollkommen angstfrei war.
Riesenrespekt gebührt
8. dem
Tierheim Göttingen, das sich immer wieder Hunden aus Kroatien annimmt und diese nicht nur in bessere Lebensumstände übernimmt, sondern auch noch wundervoll in ganz neue Leben vermittelt. Als ob man dort nicht schon genug zu tun hätte... und doch tut man sich noch viel mehr an. Ein weiteres Mal ein riesiges Danke schön dafür.
9. sei gesagt, dass der Leinenzwang in Niedersachsen sich langsam dem Ende zuneigt, ich jedoch meine Zweifel habe, ob ich die beiden Felligen denn tatsächlich wieder ohne laufen lassen kann. So viel Hasen, Rehe, Karnickel, Füchse, Wildschweine und Co. gab es noch niemals hier in dieser Gegend. Die rennen einen fast um und überall raschelt und knackt es im Gebüsch, so dass ich ständig aufmerksame, adrenalingeschwängerte Hunde an meinen Leinen halte. Ich ahne das Fiasko ja bereits jetzt schon, wie kann ich denn dann unbekümmert die Karabinerhaken öffnen?
Unter
9a. fällt das am 1. Juli in Kraft getretene Gesetz zur Neufassung des Niedersächsischen Gesetzes über das Halten von Hunden und zur Änderung des Niedersächsischen Kommunalabgabengesetzes. Ich war bisher der Meinung, eine Hundehalterhaftpflichtversicherung wäre selbstverständlich und müsse nicht gesetzlich geregelt werden??!! Scheint nicht der Fall zu sein - da fragen sich dann die Leute, warum sie in allem gegängelt werden... :-)
Sollte der Sachkundenachweis in der jetzigen Form 2013 in Kraft treten, wird sich unter den Hundehaltern Spreu vom Weizen trennen, denn verantwortungsvolle Halter werden tief in die Tasche greifen, ihrem Tier zuliebe, und die anderen alle werden den
blöden Köter am nächsten Rastplatz festbinden und davonrasen - die Tierheime werden allerdings unter der zu erwartenden Last zusammenbrechen.
Und
10. sei zum Fellwechsel beim Malamut folgendes anzumerken: Stellen Sie sich das allerschlimmste Szenario vor, zu dem sie fähig sind, und dann verdoppeln sie diese Schrecklichkeit. Und dann seien Sie gewiss: es ist noch viel schlimmer!
06. Juli 11
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Wo der eine,
... ist auch der andere nicht fern.
Unserer lieben Hundedame hat die Futterumstellung leider nicht gut getan. Bei gleicher Bewegung, eher sogar mehr, und auf sie abgestimmte Futtermenge, hat sie einige Kilo zugelegt. Grenzwertig ist das schon nicht mehr, sondern deutlich darüber. Wir werden wohl wieder auf das bewährte Futter zurückgreifen, das zwar deutlich teurer, aber letztlich dann doch günstiger ist.
Der ehemals unbewegliche, langsame und steifbeinige Malamut-Mix hat sich zu einem Dauerrenner gemausert. Kaum einen Schritt geht er normal, er ist immer nur am Rennen und Rasen. Und ganz schlimm ist es, wenn er seine "5 Minuten" bekommt. Dann dreht er gebuckelte Kreise mit wehenden Ohren und wehender Rute und kann nicht genug davon bekommen. Ich übrigens auch nicht.
Wie Sie alle sehen, geht es uns gut. Sehr gut sogar. :-)
***
P.S.: Die Hundedamen aus Kroatien, welche das Göttinger Tierheim so freundlich und unbürokratisch aufgenommen hatte, haben bereits ein neues Zuhause gefunden und sogar drei von vier Welpen der einen Hundedame sind vermittelt. Ich hätte ja beinahe das strubbelige Hundemädel ... aber nein, ich hab doch schon zwei ... :-). Ein Welpe ist noch zu haben, ein kleiner männlicher Frechdachs. Aber der wird wohl auch bald "Daheim" ankommen. Schön, das alles. Sehr, sehr schön!
25. Februar 11
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Die feindliche Übernahme...
... geschah in kleinen Schritten und sehr subtil. Da aber das Sofa ohnehin nicht mehr schön war und wir seit längerem über neue Sitzgelegenheiten in der "guten Stube" nachdachten, haben wir es letztlich gestattet. Das andere, dazugehörige Sofa ist jedoch weiterhin und absolut tabu für jeden mit Ganzkörperbehaarung und Sabber im Mundwinkel. Irgendwo will man ja auch mal sitzen können, ohne sich nachher Hundehaare vom Popo klauben zu müssen. Im rechten Hintergrund in roter Messingurne: Spike (Zeitpunkt des Fotos war um den 1. Jahrestages seines Todes mit 14 1/2).

16. Februar 11
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Immer kommt es anders...
... als wie man denkt. So geht auch das Geld immerzu andere Wege, als gedanklich geplant. Anstatt der Anschaffung eines rasanten, feldwegtauglichen Tretrollers wird sich gerade Gesundheit teuer erkauft. Ein- bis zweimal in der Woche beim Tierarzt vorstellig zu werden, schlägt schwer zu Buche. Vor allem, wenn man dort immerzu mit zwei Hunden auftaucht, die sich solidarisch alles teilen, was Hund so befallen kann.
Erst waren es die Räudemilben. Die sind nun anscheinend gegangen, aber natürlich wird dennoch im 2-Wochen-Abstand behandelt, zumal dieses Spot-On-Präparat auch gegen Ohrmilben wirksam ist - und die haben beide. Die Hündin hat sich davon inzwischen gut erholt, der Rüde jedoch ist rechtsohrig noch so verkrustet, dass ein Blick aufs Trommelfell nicht möglich ist. Was unter dem schwarzen Dreck los ist, wird nur ein unter Sedierung durchführbarer Tiefenblick zeigen. Die Sedierung jedoch soll auch gleich ein Röntgenbild der Hüftgelenke möglich machen und ist für die nächsten Wochen angedacht. Bis dahin wird weiter abwechselnd gereinigt und geheilt. Dass die Ohren beim Rüden wahrscheinlich eine Lebensaufgabe sein werden, war uns schon klar, bevor die Frau Doktor dieses aussprach.
Während dem Rüden das Ohr das Lieblingsproblem ist, bevorzugt die Hündin das Auge. Nach drei intensiven Behandlungen mit antibakteriellen Tropfen und Salben ist die Rötung zwar weniger, aber nicht gänzlich verschwunden. Für nächsten Montag ist deshalb ein Termin beim Spezialisten für Augenerkrankungen abgemacht. So kann das ja nicht bleiben, auf keinen Fall. Also machen wir den Geldbeutel ein wenig weiter auf und hoffen, dass für die Kohle dann auch mal ein erfreuliches Ergebnis kommt.
Zwischendurch hangeln wir uns durch die Läufigkeit der Hündin, welche sich durch Übernervosität hervortut. Wo es uns an den Nerven sägt, fährt es dem (kastrierten) Rüden in die Leisten. Der jedoch weiß nicht so recht, wie ihm geschieht und äussert dieses durch stetiges Winseln und Jammern, untermalt durch heftiges Kratzen an der Haustür, selbst nicht wissend, wieso eigentlich.
Ich ergebe mich der Begehung der Feldwege auf Schuhsohlen und hoffe sehr auf das Ende der Fahnenstange. Nicht nur des Geldes wegen, sondern vor allem auch für die Hunde, denen das Geschmiere und Getropfe nunmehr genauso auf die Nerven geht wie mir selbst.
Ach, wäre es doch nur endlich Frühling. Mit Licht und Sonne sieht doch alles gleich viel schöner aus...
02. Februar 11
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Liebhund? Liebhund!
Am Wochenende war bei den Männern
Bosseln angesagt und weil ich mit Molly ohnehin einmal wieder etwas alleine unternehmen wollte, durfte der Maxe mit der Horde vergnügter Herren losziehen und Molly mit mir auf den Hundeplatz mit aufgestelltem Agility-Parcours.
Während Molly mit zunehmender Nervosität wegen beginnender Läufigkeit zu kämpfen hatte und somit jeder Hund auf dem Platz ein Einschnitt in ihre Konzentration bedeutete, zeigte Maxe sich inmitten singender, lachender, johlender und scherzender Herren von seiner besten, von seiner Liebhundseite. Sein zurückhaltendes, ruhiges und vorsichtiges Wesen bescherte ihm sofort ein Dutzend neuer Menschenfreunde und souverän marschierte er, der vor kurzem noch vor Fremden zurückscheute, mitten drin im Pulk. Streckenweise durfte er sogar, angeleitet und geführt, den Getränkebollerwagen ziehen und in den Pausen regnete es von allen Seiten Brocken von Schmalzstullen und anderen Leckereien.
Molly indes zeigte, dass ihr Sprünge über hohe Hindernisse nicht allzu sehr liegen, sie aber mit Wonne balanciert und Slalom läuft. Für ihre acht Jahre und ihren grauen Bart ist sie erstaunlich agil und steht in Geschwindigkeit auch den jungen Hund nicht nach, das Springen allerdings mag sie nicht so sehr - es ist jedoch auch mit ihr niemals trainiert worden, da wir meterhohe Gartenzäune nicht wirklich mögen. Die Anwesenheit von vielen vollkommen fremden Hunden meisterte sie letztlich doch souverän und ein Kommando "Platz" löste sie nicht auf, bevor es ihr erlaubt wurde.
Kaputt und müde waren beide Hunde am Abend und die Freude riesengroß, als alle wieder daheim aufeinander trafen.
Wenn jetzt noch das Wetter etwas weniger nass werden würde, könnte ich auch mal wieder die Kamera mitnehmen. Schauen wir mal, wie es am nächsten Wochenende wird - die Aussichten stehen zur Zeit nicht schlecht.
25. Januar 11
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Hoppla!
Im Ort steht an einem Gehweg eine 2 Meter hohe Mauer, darauf wuchert wild eine Buchenhecke. Hinter der in diesen Wochen kahle Hecke wetzt und kläfft sich ein Bordercollie-Mischling die überschüssige Energie aus dem Balg. Er kläfft Passanten an, Autos, Kunden der gegenüber liegenden Kreissparkassenfiliale, Mofas, Fahrräder, vorüberfliegende Vögel, den Wind, die Sonne, die Grashalme unter seinen Pfoten. Und rennt dabei wie ein Bekloppter an der Hecke hin und her.
Die Hündin kann diesen Kläffer nicht leiden. Würde man sie lassen, würde sie an der Mauer empor springen und beim Gekläffe mitmachen. Lässt man sie nicht, geht sie an der Mauer vorbei und jault und winselt dabei unter mühsam bezwungener Aufregung. So war es bisher. Nun aber kommt Maxe dazu. Der nämlich kann weder den aufgeregten Kläffer oberhalb der Mauer recht verstehen, noch das nervöse Gehabe der Hündin. Die Hälfte der Mauer geht er nebenher, beobachtend, lauschend, schauend, und kurz vor Ende der Mauer verfällt er in wildes Knurren und beisst die Hündin mit aufgestellten Nackenhaare seitlich weg. Die duckt sich kurz und geht dann eilig weiter, lautlos und sichtlich irritiert.
Ich versuche noch, das einzuordnen. Hat Maxe seine eigene Anspannung aufgrund des Tumults um ihn herum einfach an der Hündin abzubauen versucht oder meinte er, er müsse jetzt regulierend eingreifen? Wollte er eigentlich den Kläffer hinter der Hecke ermahnen, kam aber an diesen nicht heran und hat sich dann einfach den nächstbesten Hund gegriffen?
Muss ich in Zukunft damit rechnen, an dieser Mauer mit Hecke und rasendem Hund dahinter zwei nervöse Hunde vorbeiführen zu müssen?
Fragen über Fragen.
06. Januar 11
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Gegen wetterbedingte Langeweile...
... mag der Maxe den Kong am allerliebsten.
Molly hingegen findet den Kong doof und guckt bereits verächtlich, wenn ich die Leckereien in das Gummispielzeug stopfe, anstatt sie einfach in ihren Napf zu geben.
"Dumm, Frauchen, du bist soooo dumm!", scheint sie sagen zu wollen und leckt deshalb auch nur lustlos ein bisschen herum, bevor sie sich frustriert davon macht. Sehr zur Freude von Maxe, denn der hat nix gegen zwei Kongs.
Sehr viel mehr Spaß macht Molly hingegen das "Flaschendrehen". Eine Halbliter Hartplastikflasche gründlich ausspülen und trocknen. Dann halb bis dreiviertel voll mit Trockenfutter befüllen. Dem Hund -
unter Aufsicht! - übergeben. Der Hund sieht und riecht das Futter, kommt aber nicht heran. Da hilft nur Schupsen, Treten, Schütteln, Drehen, Werfen, Boxen. Stück für Stück purzelt das Trockenfutter heraus und ganz zum Schluss hat Frauchen auch noch Spaß, wenn sie die Sofas verrücken muss, weil einige Brocken darunter geflogen sind.
Der Maxe, von Natur aus ein sehr geduldiger Tüftler und Bastler, macht natürlich auch mit, unterliegt aber in dieser Übung der Hündin, welche immer zuerst fertig ist - vermutlich, weil ihr grobe Dinge mehr liegen, was der Maxe beim Spiel
"Kämpfen, bis einer heult" schon desöfteren gespürt hat. Jedoch lässt sie dann von ihm ab und freut sich ihrer Überlegenheit. Noch. Der Maxe lernt nämlich dazu und ab und an lag Molly auch schon mal unten und hat sich ergeben.
Zwischendurch geht es raus in den Hof, wo Spatzen verbellt und das verschneite Gärtchen verwüstet werden. Da sind die beiden sich dann ausnahmsweise mal einig. Und abends, wenn Ruhe einkehrt und der Kaminofen vor sich hin glüht, verziehen sie sich in den kühlen Flur und ruhen sich aus von den Mühen des Tages. So ein Hund hat es schon schwer. So sehr. :-)
16. Dezember 10
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77 Tage...
ist Maxe heute bei uns. Und ich bin sehr beeindruckt, wie sehr er sich bereits verändert und an uns angepasst hat. Die ständige Alarmbereitschaft des Hundes ist einer entspannten Beobachtung seiner Umgebung gewichen. Er schaut und versucht einzuordnen, zu verstehen, und ist nicht stets und ständig in Fluchtbereitschaft. Stattdessen kommt er immer öfter und schaut sich Dinge genau an, denen er zuvor beinahe panisch ausgewichen ist. Am Anfang lief er bereits davon, kam man mit der aus dem Briefkasten gefischten Zeitung auf ihn zu, heute wartet er sogar oben auf der Kellertreppe und beschnüffelt den Karton oder den Korb, den man von unten heraufgeholt hat. Besen lassen ihn kalt, sofern sie in unseren Händen sind - bei Fremden mit Besen ist er allerdings noch immer mehr als vorsichtig. Ist er am Anfang erst durch die Haustür getreten, egal, in welche Richtung, wenn man ihm genug Platz in dem engen Flur gelassen hat - am besten war, wenn man vorausging oder in das angrenzende Büro zurücktrat, rennt er nun dicht an uns vorbei und wedelt freudig mit dem Schwanz, vor allem, wenn es raus geht. Wenn er schläft, dann tief und fest und laute Geräusche lassen ihn nur mal neugierig blinzeln. Sein Lieblingsraum ist natürlich die Küche und wer auch immer dort in den Schränken wühlt, kann sich sicher sein, dass Maxe hinter ihm steht und auf einen Happen hofft. Hin und wieder hat er sogar Glück dabei. Treppensteigen mag Maxe gar nicht und vermeidet das, wenn es ihm nur irgendwie möglich ist. So ist er erst dreimal im oberen Stockwerk gewesen und tat sich jedesmal sehr schwer, die Stufen wieder hinunter zu steigen. Er genießt es nach wie vor, ausgiebig gekrault zu werden und wir müssen aufpassen, nicht zu einer Selbstbedienungsmaschine zu werden, die streichelt, wann immer er gerade Lust darauf hat. So schicken wir ihn häufiger weg, wenn er sich aufzudrängen versucht. Anfangs hat er das mit erschrockenem Blick zur Kenntnis genommen, inzwischen trollt er sich einfach und versucht er etwas später erneut.
Er genießt die beiden großen Hunderunden jedesmal aufs Neue. Phasen des albernen im Kreis Rasen wechseln mit konzentriertem Schnüffeln und Stöbern. Immer wieder legen die Hunde Tobepausen ein und fallen spielend übereinander her. Manchmal bis einer winselnd aufheult, weil hin und wieder aus Spiel Ernst wird und beide ihre Kräfte und Grenzen testen. Der Misthaufen am Ende einer unserer Wege und das Tor zum Friedhof waren längere Zeit eine Herausforderung für Hund und Mensch. Musste ich ihn anfangs regelmässig vom Acker und aus dem Misthaufen zerren - bis zu den Knöcheln im Schlamm versunken - meidet er anscheinend diesen Stinkberg inzwischen oder lässt sich nach wenigen Schritten zurückrufen. Die ersten Male hat mit ausdruckslosen Augen durch mich hindurchgesehen, wenn ich ihn von dort abrufen wollte. Umso erschrockener war er allerdings, als ich energisch hinter ihm her gestapft bin und ihn genauso energisch am Halsband auf den Weg zurück zerrte. Später dann versuchte er mir auszuweichen, indem er um den Misthaufen herum im Kreis lief. Eine angeflogene Leine erschreckte ihn so dermaßen, dass er von alleine auf den Weg zurückrannte. Anstatt, wie viele ratgebend meinten, diesen Weg zu meiden, ging ich dann jeden Tag dorthin und rief Maxe sehr früh zu mir. Und inzwischen würde er zwar gerne, tut aber so, als wäre da gar nichts.
Das Friedhofstor war ähnlich anstrengend. Die vielen Menschen, die dort ein- und ausgingen, haben sicherlich etwas ganz Tolles dort gemacht und Maxe wollte unbedingt wissen, was das wohl sein mag. Vollkommen taub marschierte er den Hauptweg entlang und hob sogar hin und wieder markierend das Bein. "Alles seins - sogar der Friedhof", das klingt lustig, ist es aber für die Trauernden wohl eher nicht. Also dasselbe Spiel wie mit dem Misthaufen, einschließlich Flugleine. Inzwischen tut er so, als würde er dort einschwenken, besinnt sich aber im letzten Moment und rennt zügig am Tor vorbei.
Ein ganz sicheres Merkmal dafür, dass ich einschreiten muss, ist übrigens folgendes: ist einer der Hunde kurz davor, irgendeinen Blödsinn zu veranstalten, kommt von mir ein sehr kurzes, aber ebenso energisches "Hey!" Folgt daraufhin kein Blickkontakt von Hund zu Mensch, kann ich vorbereitend die Leine zum Wurf aufrollen und/oder die Hosenbeine hochziehen, um in den Acker zu steigen. Bei Molly sind das inzwischen allesamt Zeichen für den endgültigen Abbruch ihres Vorhabens, während Maxe dann noch ein bisschen weiter macht und zwar solange, bis er Angst vor der eigenen Courage bekommt und sich in geknickter Demutshaltung zu mir zurückschleicht. Um zu vermeiden, dass er sich in diese für beide Seiten unangenehme Situation hineinsteigert, beobachte ich in ihn genau und in dem Moment, in dem er von seinem Tun auch nur eine Sekunde ablässt, bekommt er ein zustimmendes und aufmunterndes Lob zugerufen, so dass wir es immer öfter schaffen, aus solchen Situationen entspannt herauszukommen. Maxe ist sehr empfänglich für Lob und freut sich sichtlich über jedes anerkennende Wort. Mit genauer Beobachtung und Erwischen des richtigen Moments, kann so fast jede Situation im Voraus entschärft werden - mal abgehen von Misthaufen und Friedhofstor.
Beide Hunde haben sich ein Ritual ausgedacht, von dem ich nicht sicher bin, wohin es letztlich führen wird. Bekommen beide eine Knabberei wie Schweineohr oder Ochsenziemer, frisst Maxe seines sofort auf. Molly hingegen bewahrt ihres auf und in dem Moment, in dem Maxe fertig ist, legt sie es gut sichtbar in kurzem Abstand vor sich hin. Maxe wird von der Leckerlei magisch angezogen und kurz bevor er in Reichweite ist, springt Molly auf, knurrt kurz und holt sich ihre Knabberei zurück. Das Spiel dauert einige Zeit, bis einer der beiden die Lust verliert und sich mit oder ohne Beute davontrollt. Inzwischen vermeide ich es, Knabbereien zu verteilen, wenn ich kurz darauf das Haus verlassen muss, da ich nicht weiss, wie weit die beiden sich hineinzusteigern bereit sind.
Nachdem wir alle Decken und Kissen gewaschen und im Keller eingelagert haben und die Hunde ihre erste Injektion gegen die blöden Milben bekommen haben, sind die ganz großen Kratzmomente vorbei. Hin und wieder kratzt sich einer der beiden ausgiebig, aber insgesamt entspannt sich die Situation. Mir ist der Igel eingefallen, der ein paar Tage lang Gast in unserem Hof war und ich könnte mir einen Zusammenhang zwischen dem Stacheltier und dem Milbenbefall vorstellen. Ebenso könnten es die Mäuse gewesen sein, die Molly sehr geschickt in den Feldern fängt. Was auch immer es war, es ist in den Griff zu bekommen und somit ist alles halb so schlimm.
P.S.: Fotos zu machen, mit zwei großen Hunden, gelingt mir zur Zeit nicht. Zwei Hände, zwei Hunde - keine Hand mehr frei für die Kamera...
13. Dezember 10
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Es juckt...
... die
Sarcoptes-Milbe. Leider. Aber immerhin endlich Gewissheit, was es ist und die nötige Behandlung. Also dann alle Decken und Kissen raus und auch das Auto nicht vergessen.
09. Dezember 10
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